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4.9.2010 : 22:52 : +0200

• Das Aktuelle im Detail

Aktuelles

Begegnung mit dem Piet-Oudolf-Garten

Als 15 Schülerinnen des Städtische Gymnasiums sich vor einigen Wochen für das Projekt Nr. 5 „Rasen, Rosen und Rabatten – das Staudenbeet im Gräflichen Park“ entschieden, ahnten sie noch nicht, dass bei 30 Grad der Platz unter zweihundertjährigen Baumriesen vor der sich wie ein Fluss windenden Staudenpflanzung geradezu paradiesische Bedingungen bieten würde.
Die zum Schuljahresende für projektorientiertes Lernen eingeplanten Tage verbringen Schülerinnen und Schüler des Städtischen Gymnasiums nicht im Klassenverband, sondern suchen sich durch ihre Interessen geleitet Projekte aus, bei denen das eigene Tun im Vordergrund steht. Das diesjährige Motto „Begegnungen“ führte zur Begegnung mit einem ganz besonderen Ort.
Heinz Josef Bickmann, Leiter des Gräflichen Parks und Carmen Bickmann, als Expertin für florale Gestaltung Inhaberin der Gärtnerei im Gräflichen Park, erläuterten die Gesamtkonzeption des Gartens und gaben Tipps zum Umgang mit Pflanzen. So konnten am Pflanztisch selbst Stecklinge vermehrt werden und neu erworbene Kenntnisse über Eigenschaften und Standortbedingungen von Stauden machten Lust auf die Anlage eigener Beete im heimischen Garten.
Im Mittelpunkt des Projektes stand die künstlerisch-gestalterische Arbeit. Das Medium Aquarellmalerei wurde unter Anleitung der Kunsterzieherinnen Maria Föcking und Anne Kerstin in seinen verschiedenen Facetten erprobt. Dabei war die Intensität, mit der die Schülerinnen sich in Lasur- oder Nass-in-Nass-Technik -angeregt durch die sensibel abgestimmten Farbkompositionen des Piet-Oudolf-Gartens- ihrer Arbeit widmeten, ganz erstaunlich. Die Arbeitsbedingungen, ganz frei Ziel und Weg zu bestimmen -und nicht beim Klingelzeichen den Pinsel wegzupacken!- führte zu erstaunlichen Ergebnissen. Hingegeben wurden stundenlang zarte Mohnblätter beobachtet und deren Transparenz in vielfältig lasierendem Farbauftrag eingefangen oder abstrakt intensiv leuchtende Flecken rhythmisch zu einem Farbfluss verwandelt.
Annabelle Gräfin von Oeynhausen-Sierstorpff freute sich über das intensive Interesse der Projektgruppe: “Wir haben viele Besucher, die von sehr weit kommen, um den einzigen Piet-Oudolf-Garten in Deutschland zu sehen. Insofern freuen wir uns sehr, dass auch Schulen und Schüler Interesse an diesem Meisterwerk der Gartenkunst  “vor ihrer Haustür” haben.”
Die Projektarbeit bot auch Einblick in die Berufswelt und vielleicht entscheiden sich einige Teilnehmerinnen für die Bewerbung um einen Praktikumsplatz im Bereich gärtnerischer Berufe.
Julia, Johanna und ihre Künstlerfreundinnen sind jedenfalls hochzufrieden mit ihrer Arbeit im  “Driburger Paradies”.

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16.07.2010 16:39 Alter: 50 Tage