• Schule
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AGs. - 3:
Praktika. - 4:
Schule.- 4.1:
Lehrkräfte. - 4.2:
Mitarbeiter. - 4.3:
Förderverein. - 4.4:
Schulprogramm. - 4.5:
Schulleben aktuell. - 4.6:
Kontaktformular.
- 4.1:
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Ehemalige. - 6:
Förderverein. - 7:
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Schulprogramm 2010 mit Bildern (6,3 MB)
ohne Bilder
2. 3. 4. 5. 6. 8. 9. | Schulrap des Städtischen Gymnasiums Bad Driburg "I see myself in another person" (zur Musik von Coolio: "See you when you get there") "Wir sind die Schüler vom Städtischen Gymnasium und sitzen hier nicht planlos in der Schule 'rum: unser Schulmotto lautet: "Im Anderen das Ich sehen" während wir morgens durch unsre Schule gehen. Diese kleine Regel ist für uns alle wichtig Für Schüler, für Lehrer, auch die Eltern finden's richtig! Rücksicht und Verantwortung gehör'n für uns dazu, eine starke Schulgemeinde - das ist der Clou! Und nur wer diese kleine Regel kapiert und seinen Mitschüler als einen Kameraden akzeptiert nur der kann hier bestehen, nur der kann hier mit uns den gemeinsamen Weg gehen." (Text von Harry Müller, Schüler des Städtischen Gymnasiums des Abiturjahrgangs 2004) |
Schulprogramm
Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern, liebes Kollegium,
unser Schulprogramm soll zeigen, welche umfassende Förderung alle Schülerinnen und Schülern des Städtischen Gymnasiums Bad Driburg hinsichtlich Unterricht und Erziehungsarbeit erfahren.
So werden wir im folgenden über unsere pädagogische Grundorientierung informieren und die Leitbilder unseres Erziehungsauftrages inhaltlich konkretisieren.
Das Leitmotiv, das unser aller Wirken im Schulleben prägt, ist in unserem Schulmotto
"Im Anderen das Ich erkennen"
zusammengefasst.
Die Qualität der Bildungs- und Erziehungsarbeit unterliegt einerseits festen Werten und Maßstäben, die es zu pflegen gilt. Andererseits vollzieht sich bei eben dieser Arbeit auch eine Entwicklung, die durch systematische Evaluation und Reflexion des Geleisteten im Unterricht und in der Erziehung angemessen angepasst werden muss.
Daher ist das vorliegende Schulprogramm lediglich eine Momentaufnahme, die zur Weiterentwicklung herausfordert.
Aus diesem Grund arbeiten Lehrer, Eltern und Schüler seit Jahren im engen Dialog an der steten Verbesserung des gemeinsamen Schullebens und an der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Städtischen Gymnasiums Bad Driburg.
Denn Gemeinschaft sinnvoll leben, das rücksichtsvolle Miteinander pflegen und durch bestmögliche fachliche und soziale Qualifizierung Zukunftsperspektiven für unsere Schüler zu eröffnen sind besondere Werte, die an unserer kleinen schule im Fokus der schulischen Arbeit stehen.
1. Schulentwicklung
Schulen müssen sich aus Gründen der Qualitätssicherung und der Qualitätsentwicklung stets mit geänderten gesellschaftlichen Bedürfnissen und Ansprüchen auseinandersetzen, diese reflektieren und daraus Ziele und Handlungskonzepte für die jeweilige schulische Arbeit ableiten.
Um dies am Städtischen Gymnasium Bad Driburg mit der größtmöglichen Effizienz durchzuführen, stehen einerseits die Schulleitung und das Kollegium im ständigen regen Dialog mit Schülern und Eltern und werden andererseits seit Jahren Schüler wie Eltern in regelmäßigen Abständen mittels eines detaillierten Fragebogens zu verschiedenen schulischen Arbeits- und Erziehungsfeldern befragt. Auf diese Weise können unmittelbar Erkenntnisse über den Erfolg und die Akzeptanz des schulischen Wirkens gewonnen, verstärkt oder gegebenenfalls geändert werden. Um die vorhandenen Ressourcen sinnvoll zu nutzen, haben wir gemäß unseren Erziehungs- und Unterrichtszielen Schwerpunkte in der Schulentwicklung gesetzt:
1. Bauliche Aspekte
Abschluss der Renovierung des Schulgebäudes im Kalenderjahr 2010 (Wärmedämmung, neue Fenster)
Bau einer Pausenhalle, in der Sek. I- Schüler/innen auch bei schlechtem Wetter aktive Pausen gestalten können
Fortsetzung der Gestaltung des Schulhofes: Bau einer Kletterwand, weitere Sitzmöglichkeiten, Ergänzung der Spielmöglichkeiten

2. Unterrichtsentwicklung (s.a.
60-Minuten)
Fortführung des Medienkonzepts und Durchführung schulinterner PC-Prüfungen
Auseinandersetzung mit Unterrichtsmethoden und – möglichkeiten im Rahmen der Umstellung auf 60 Min.-Unterrichtsstunden
3. Interne und externe Evaluation (s. a. S. 41-45)
Nutzung der Teilnahme am Schulforschungsprojekt der Universität Dortmund, um die eigenen Leistungen als Schule zu erforschen und vergleichend mit anderen Schulen zu bewerten
Durchführung von Befragungen unserer Schüler, Eltern und Kollegen zu verschiedenen Aspekten des Schullebens und der Schulentwicklung
4. Anforderungen des Oberstufen-Doppeljahrgangs ab 2010
Gute Betreuung der gleichzeitig im August 2010 in die Oberstufe eintretenden „G9“ und „G8“ Jahrgänge (jetzige Klassen 9 und 10)
und deren optimale Vorbereitung auf das Abitur im Jahr 2013
5. Schulleben
Ausbau und Qualifizierung von Angeboten am Nachmittag
Weiterentwicklung des Fahrtenprogramms
Ausbau der pädagogischen Zusammenarbeit mit den Eltern durch Gesprächsabende und Vorträge zu Erziehungsfragen
6. Zusätzliche Qualifizierung von Schüler/innen über den Unterricht hinaus
Fortführung und Ausbau international anerkannter Sprachprüfungen in Französisch (Delf / Dalf), Englisch (Cambridge Certificate) und Spanisch, deren Erwerb an unserem Gymnasium im Rahmen zusätzlichen Unterrichts vorbereitet wird.
Ausbau der Ausbildung von Schulsanitätshelfern und Schulsanitätshelferinnen
Neue Unterrichtszeiten am Städtischen Gymnasium Bad Driburg – das 60-Minuten-Modell
Seit August 2009 hat ein Unterrichtstag am Städtischen Gymnasium in den Klassen 5 bis 9 nur fünf Stunden, und zwar 5 Stunden à 60 Minuten. Diese fünf mal 60 Minuten liegen in der Zeit zwischen 7.45 Uhr und 13.25 Uhr. Zwei große Pausen sorgen neben den beiden kleinen Pausen für die notwendige Unterbrechung und Erholung.
Vorüberlegungen:
Mit dem G8- Jahrgang muss viel Stoff komprimiert in fünf Jahren Sekundarstufe I und drei Jahren Sekundarstufe II vermittelt werden. Bei 45-Minuten-Stunden bedeutet das auch für Sek. I-Schüler/innen bis zu dreimal wöchentlich Nachmittagsunterricht, bis zu acht verschiedene Unterrichtsstunden pro Tag mit entsprechend vielen verschiedenen Hausaufgaben und sehr schweren Schultaschen.
Suche nach Alternativen:
Das Kollegium und die Elternschaft des Städtischen Gymnasiums machten sich auf die Suche nach Alternativen, wälzte Literatur, führte Gespräche und besichtigte ein Gymnasium mit einem anderen Unterrichtszeitmodell.
Nach und nach kristallisierten sich Möglichkeiten heraus, die Belastungen für die Schüler/innen zu verändern, was aus unserer Sicht bedeuten muss, dass Schüler/innen tragbare Unterrichtsbelastungen haben. Nur so sind aus unserer Sicht auch Freiräume für andere wichtige Aktivitäten gegeben: Teilnahme an schulischen AGs, aber auch an außerschulischen Möglichkeiten, wie sie Vereine oder die Musikschule bieten. Und wir meinen, dass gerade auch die jüngsten Schüler/innen Zeit haben müssen, nachmittags zu spielen oder sich mit Freunden zu verabreden.
Sieben bis acht verschiedene Stunden“häppchen“ erschienen vielen Kollegen und Eltern als keine ideale Lösung, zumal 45 Minuten Unterrichtszeit auch oft nicht ausreichen, um einen Versuch zu Ende auszuwerten, eine Diskussion vollständig zu führen oder Gruppenarbeitsergebnisse komplett vorzustellen und zu besprechen.

Lösung: 1 Schulstunde = 60 Minuten!!!
Fünf mal 60 Minuten an jedem Tag erschienen uns als gute Lösung des oben beschriebenen Problems. So hat jeder Schüler des G8-Jahrgangs in der Sek. I von 7.45 Uhr bis 13.25 Uhr Unterricht. Danach kann er nach Hause gehen oder in der Schule an einer AG oder/ und der Hausaufgabenbetreuung teilnehmen. So ergibt sich ein verlässliches und flexibles Betreuungsangebot für diejenigen Eltern, die dieses für ihre Kinder wünschen.
Erprobungsphase:
Bei der Einführung des neuen Unterrichtszeitmodells haben wir beschlossen, dass wir dieses Modell zwei Jahre erproben wollen, um am Ende dieser Zeit eine gemeinsame Entscheidung der Kollegen / Kolleginnen, der Eltern und der Schüler/innen zu fällen. Diese zwei Jahre werden begleitet vom Austausch von Beobachtungen und möglichen kleineren Veränderungen nach dem ersten Schuljahr.
Erstes Fazit:
Wir sind überzeugt, dass wir uns auf den Weg gemacht haben, die vom Land vorgegebenen Lernanforderungen mit den vielfältigen anderen Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen durch unser neues Unterrichtszeitmodell gut in Einklang zu bringen. Der Umfang des zeitlichen Verbleibs in der Schule ist dabei in die Hände der Eltern gelegt: Sie entscheiden mit ihrem Kind, ob und welche Nachmittagsangebote angenommen werden sollen.
Ein verbindlicher Halbtagsschulbetrieb mit leistbaren Anforderungen,
Ruhe und Zeit zum Lernen wurde verknüpft mit einem flexiblem Ganztagsangebot für alle fünf Nachmittage der Woche.
2. Lernen am Städtischen Gymnasium
Neben dem alltäglichen Unterrichtsgeschehen, dem traditionell sowohl inhaltlich als auch methodisch die bestmögliche Qualität und Effizienz an unsere Schule zuteil wird, haben wir weitere pädagogische Schwerpunkte gesetzt, die das Lernen im Unterricht und auch außerhalb betreffen.Gesellschaftsbezogenens Lernen
Soziales Lernen
In der Jahrgangsstufe 5 legen wir besonderes Augenmerk auf die Förderung von Integration und Kommunikation innerhalb der neu gebildeten Klassengemeinschaften. Hierzu dienen besondere pädagogische Konzepte wie z.B. der Kennenlernnachmittag, die Schuleingangstage oder das „Lernen lernen“-Programm und Lions-Quest-Programm.
In den folgenden Jahren wird das soziale Lernen beispielsweise durch die Durchführung von Verkehrserziehungstagen vertieft. Die Klassengemeinschaft wird durch Wandertage oder Klassenfahrten und gemeinsame Feiern von Schülern, Lehrern und Eltern gestärkt.
Darüber hinaus leisten ein vielfältiges Angebot von Arbeitsgemeinschaften, welches ständig erweitert und den Bedürfnissen entsprechend aktualisiert wird, regelmäßig für die gesamte Schulgemeinde organisierte Projekttage sowie die täglich stattfindende Hausaufgabenbetreuung einen bedeutenden Beitrag zum klassen- und jahrgangsübergreifenden konstruktiven Miteinander von Schülern, Lehrern und Eltern.
Gleiches gilt auch für die durch von Schülern in Zusammenarbeit mit einem Lehrer des Kollegiums betreute Homepage unserer Schule sowie für die von Eltern verwaltete Unter- und Mittelstufenbibliothek.
Interessierte Schüler ab der Klasse 8 haben die Möglichkeit im Schulsanitätsdienst mitzuarbeiten, der von unserer Schulsekretärin Frau Pape geleitet wird.
Ab 2010 wird am Städtischen Gymnasium Bad Driburg ein einwöchiges Sozialpraktikum in der Jahrgangsstufe 9 durchgeführt.
Gesellschaftsbezogenens Lernen
Unsere Schule unterstützt seit Jahren das von unserer ehemaligen Schülerin Margarete von der Borch ins Leben gerufene Projekt "Perspektiven" zur Hilfe behinderter Kinder in Pawlowsk (Russland).
Durch besondere Spendensammlungen oder Aktionen zu Gunsten des Hilfsprojektes leisten unsere Schülerinnen und Schüler einen regelmäßigen Beitrag zur Unterstützung eines Heimes für behinderte Kinder in der Nähe von St. Petersburg.
Dies ist ein Weg, auf dem unsere Schülerinnen und Schüler lernen, gesellschaftliche Verant-wortung zu übernehmen und Hilfe zu leisten.
Daher stellt das Engagement des Städtischen Gymnasiums in diesem Projekt eine dauerhafte Beziehung mit besondere Bedeutung im Sinne unseres Schulmottos dar.
Multimediales Lernen
Das vor wenigen Jahren neu entwickelte und eingeführte Medienkonzept an unsere Schule berücksichtigt insbesondere die Einführung und Vertiefung der lernunterstützenden Nutzung des Computers im Unterricht sowie den sinnvollen und kritischen Umgang mit den Möglichkeiten des Internets.
So haben wir ein Progressionskonzept entwickelt zur gezielten Erweiterung der Medienkompetenz unserer Schülerinnen und Schüler in den einzelnen Jahrgangsstufen. Dabei wurden in allen Unterrichtsfächern fachspezifische Inhalte ausgewählt, die es erlauben, sowohl Grundlagen der Textverarbeitung, der Tabellenkalkulation, der Internetrecherche und der Ergebnispräsentation als auch deren Vertiefung zu vermitteln.
Die von den Schülern erlangten Kompetenzen (vgl. Tabelle) können durch 5 Einzelprüfungen nachgewiesen und mit einem Zertifikat bestätigt werden.

Unsere „Fünfer“ im neuen Medienraum
Innerkollegiale Fortbildungen z.B. zum Einsatz neuer Medien
Jedes Halbjahr werden schulinterne Fortbildungen zu besonderen pädagogischen Schwerpunkten (wie z.B. individuelle Förderung, selbstständige Unterrichtsformen, Konzentrationsförderung, Teamförderung, o.ä.) am Städtischen Gymnasium durchgeführt. Sie dienen der gezielten Schulung und Weiterbildung des Kollegiums und damit der Qualitätsentwicklung und -sicherung von Unterricht am Städtischen Gymnasium.
Berufsweltbezogenes Lernen
In den letzten Jahren hat das berufsweltbezogene Lernen immer mehr an Bedeutung gewonnen und damit auch Eingang in unser schulisches Lernprogramm gefunden.
Es findet ab der Klasse 8 bis zur Jahrgangsstufe 13 kontinuierlich innerhalb des Fachunterrichts Deutsch, Sowi und Politik und in fächerübergreifenden Veranstaltungen statt.
In den Klassen 8 und 9 beginnen wir mit einem freiwilligen Schnupperpraktikum im Rahmen des alljährlich in NRW vorgesehenen „Girl’s and Boy’s-Day“.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Klasse 10 in der Vorbereitung des Praktikums zur Berufsorientierung, im Fach Deutsch mit dem Abfassen von Bewerbungsschreiben und Lebenslauf. Das Fach Politik ergänzt mit der inhaltlichen Aufarbeitung des Themas „Wandel von Berufs- und Arbeitswelt“ und der Anleitung zur Zusammenstellung einer individuellen Berufsorientierungsmappe dieses Lernfeld. Als fächerübergreifende Veranstaltungen bieten wir ein Bewerbungstraining von externen Experten in der Schule und einen BIZ-Besuch in Paderborn an.
In der Jahrgangsstufe 11 nehmen alle Schülerinnen und Schüler nach den Weihnachtsferien an einem ca. 2-wöchigen Berufspraktikum teil. Dabei werden sie von den Lehrerinnen und Lehrern ihres Jahrganges betreut. Abschließend ist ein Bericht vorzulegen, dessen Anfertigung im Deutschunterricht vorbereitet wurde und der unter formalen, inhaltlichen und methodischen Gesichtspunkten von den betreuenden Lehrerinnen und Lehrern begutachtet wird. Damit wird methodisch auch eine Vorbereitung für die Facharbeit in der Jahrgangsstufe 12 geleistet.
In jeder der Jahrgangsstufen 10 und 11 sind ein eintägiger Universitätsbesuch zur Infor-mation über akademische Ausbildungsgänge (z.B. Paderborn, Göttingen, Münster) und fakultativ der Besuch von Berufemärkten in der Region vorgesehen.
Darüber hinaus bieten wir Schülerinnen und Schülern des Jahrgangs 11 die Möglichkeit zur Berufsberatung durch einen Mitarbeiter der Agentur für Arbeit innerhalb der Schule.
Alle Schülerinnen und Schüler erhalten außerdem das Angebot an einem durch unsere Schule organisierten externen Bewerbungstraining teilzunehmen.
Einen konkreten Kontakt zur Wirtschafts- und Arbeitswelt möchten wir unseren Schülern durch die Kooperation mit der Firma
Phoenix-Contact in Blomberg anbieten.
Interkulturelles Lernen
Die Kultur anderer Länder kennen zu lernen und die in der Schule erlernte Sprache in der Praxis zu erproben sind wichtige Erfahrungen, die weit über den schulischen Alltag hinaus prägen. Die Begegnung mit anderen Kulturen und der Austausch über die gemachten Erfahrungen eröffnet eine neue Sichtweise auf das eigene Land und die eigene Lebens-situation, was in direktem Zusammenhang mit unserem Schulmotto „Im Anderen das Ich erkennen“ steht.
Für die Französisch lernenden Schüler/innen gibt es deshalb das Angebot in der Mittelstufe zu Beginn der Klasse 9 für eine Woche in die französische Partnerstadt von Bad Driburg (Marquion in der Region Nord-Pas-de-Calais) zu fahren, dort in Familien zu wohnen, den Schulalltag kennen zu lernen. Bereits am Ende der Klasse 8 werden die französischen Schülerinnen und Schüler hier zu Gast sein, so dass diese bereits unsere Stadt, unsere Schule und unseren Alltag erfahren konnten..
Dieses Austausch-Angebot wird ergänzt durch die Möglichkeit nach Polen zu fahren um hier vor allem aktiv eine andere Lebensweise kennen zu lernen und sich mit den ganz anderen historischen Wurzeln unserer neuen EU-Länder auseinander zu setzen.
Seit Ende des Schuljahres 2005/06 sind unsere Schüler und Schülerinnen der Klassen 8 Gastgeber für polnische Gleichaltrige um dann (zeitgleich mit den Schülern, die nach Frankreich fahren) die Lebensweise in unserem ost-europäischen Nachbarstaat kennenzulernen. Die so gemachten Erfahrungen werden dazu beitragen zu lernen, sich für Neues zu öffnen und Sozialkompetenzen in außerunterrichtlichen Zusammenhängen zu erweitern.
Neben den Austauschfahrten geht auch unsere Studienfahrt in der Oberstufe ins europäische Ausland und ist so nicht nur ein Gemeinschaftserlebnis des gesamten Oberstufenjahrgangs, sondern vermittelt auch vielfältige Aspekte aus der Kultur des jeweiligen Landes.
Studienfahrt nach Südfrankreich | |
3. Besondere fachliche und pädagogische Schwerpunkte in der Erprobungsstufe
Die Erprobungsstufe ist eine die Klassen 5 und 6 umfassende Phase, in der in intensiven Gesprächen der Fachlehrer untereinander, in dafür eingerichteten Konferenzen und mit den Eltern die zu uns gekommenen Schülerinnen und Schüler auf ihre Eignung für unsere Schulform beobachtet werden. Hier wird auch überlegt, wie eine Förderung aussehen muss, welche Hilfen die Schule in dieser Startphase bieten kann und wo Eltern ihr Kind gezielt unterstützen können. Am Ende der Jahrgangsstufe 6 wird unsere Schule dann eine Aussage darüber treffen können, ob die bei uns aufgenommenen Kinder weiterhin am Gymnasium unterrichtet werden sollen oder eine andere Schulform geeigneter ist.
Den Übergang gestalten - Das erste halbe Jahr an unserem Gymnasium:
Das erste Halbjahr dient an unserer Schule dazu, den Neuankömmlingen einen guten Start zu ermöglichen.
Dazu gehört der Kennenlernnachmittag vor den Sommerferien, damit alle neuen Schülerinnen und Schüler ihre neuen Klassenkameraden, ihre Klassenlehrerin oder ihren Klassenlehrer und ihre neue Schule bereits frühzeitig kennen lernen.
Nach den Sommerferien werden unsere „Neuen“ dann mit einem Gottesdienst, dessen Besuch natürlich freiwillig ist, begrüßt. Recht bald findet dann eine Informations- und Beratungsveranstaltung für die Eltern statt, die den Rahmen schaffen soll für die so wichtige Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus. Die Eltern werden informiert über die besonderen pädagogischen Erfordernisse der Kinder in diesem Alter, es soll Raum sein für Austausch über Fragen einer altersgemäßen Erziehung. Im Wissen um die Individualität und auch unterschiedlichen Voraussetzungen eines Jeden sollen hier zwischen Eltern und Schule Verabredungen getroffen werden für eine Basis gemeinsamen pädagogischen Einwirkens auf die Kinder. Dabei ist gerade auch unser Schulmotto „Im Anderen das Ich erkennen“, von Bedeutung, das alle am Schulleben Beteiligten zu Rücksichtnahme, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft verpflichtet, also zu Verhaltensweisen, die sie auch vom Anderen erwarten.
Die Größe unseres Gymnasiums erleichtert den Übergang von der Grundschule in unsere Schule enorm: Bei insgesamt nur etwa 450 Schülerinnen und Schülern und gut 30 Lehrkräften lernen sich alle am Schulleben Beteiligten sehr schnell kennen, denn sie begegnen sich recht oft. Die neuen Schüler finden sich in dem sehr überschaubaren Gebäude sehr schnell zurecht. Die Gleichaltrigen sind in der Regel in Nachbarklassen untergebracht, sodass sich auch dadurch alle rasch kennen lernen. Ein besonderer Vorteil der vergleichsweise geringen Größe unserer Schule besteht darin, dass die Lehrerinnen und Lehrer „ihren“ Kindern recht oft am Tag begegnen und damit mehr Möglichkeiten der Ansprache und Zuwendung geschaffen sind.
Jede 5. Klasse erhält vom ersten Tag an am Städtischen Gymnasium zwei Klassenpaten aus Klassen der oberen Mittelstufe, die den neuen Fünftklässlern bei vielen Fragen zur Seite stehen und das Einleben in unsere Schule erleichtern.
Im ersten Jahr ermöglichen außerdem spezielle Klassenlehrersprechtage ausführliche Gespräche zwischen den Eltern und dem Klassenlehrer: In ruhiger Atmosphäre wird über den Lern- und Entwicklungsstand sowie die soziale Einbindung unserer „Neuen“ gesprochen; diese enge Zusammenarbeit mit dem Elternhaus ermöglicht es Fördernotwendigkeiten frühzeitig auszuloten und so den weiteren Werdegang unserer Schüler und Schülerinnen aktiv zu gestalten.
Im Oktober, also recht bald nach dem Schulstart bei uns, findet eine dreitägige Klassenfahrt (die sogenannten „Schuleingangstage“) statt. Diese führt in die nähere Umgebung und wird durch die Klassenlehrer/innen und im Unterkunftshaus vorhandenes pädagogisches Fachpersonal so gestaltet, dass die beiden Klassen der Jahrgangsstufe sich schnell gut verstehen und zusammenwachsen.
In diese Zeit des ersten Starts bei uns fällt auch der Verkehrserziehungstag: In Zusammenarbeit mit der örtlichen Polizei und den Verkehrsbetrieben wird ein sicheres und rücksichtsvolles Verhalten im Verkehr geübt. Hier knüpfen wir an die Erfahrungen unserer neuen Schüler und Schülerinnen mit z.T. längeren und veränderten Schulwegen und der jetzt für viele notwendigen Nutzung der Busse und Bahn an.
Das Miteinander gestalten: Soziales Lernen als Programm der Erprobungsstufe
Seit dem Schuljahr 2005 /06 ist „Soziales Lernen“ in der Erprobungsstufe mit einer Wochenstunde fester Bestandteil des Unterrichts und wird vom Klassenlehrer erteilt.
Grundlage für die Unterrichtsgestaltung ist das
Lions-Quest-Programm, für das Kolleginnen und Kollegen nach und nach ausgebildet werden. Die Ziele dieses Programms sind u.a.
ein positives Klassenklima als Grundlage für das gemeinsame Lernen zu schaffen
Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen und Selbstdisziplin der Schüler zu stärken
einen bewussten und angemessenen Umgang mit den eigenen Gefühlen und den Gefühlen Anderer zu lernen
die Kommunikationsfähigkeit zu trainieren
eigene Werte für die Zukunft zu finden
Etliche Kolleginnen und Kollegen sind in dem Programm Lions-Quest bereits fortgebildet; weitere werden an den entsprechenden Fortbildungen teilnehmen, damit eine Weiterarbeit auch in den Klassen 7 und 8 möglich wird.
Weitere Schwerpunkte der Arbeit in der Erprobungsstufe:
Lernen lernen, Einführung in die Nutzung neuer Medien und Förderangebote
In den beiden Jahren der Erprobungsstufe vermitteln wir unseren Schülern und Schülerinnen mit dem Programm "Lernen lernen" Grundkompetenzen, um das eigene Lernen zu organisieren: Die Vorbereitung auf Klassenarbeiten, die Heftführung, das Markieren, Strukturieren und Visualisieren wird dabei ebenso geübt wie das Anfertigen von Hausaufgaben oder der Umgang mit dem eigenen Lerntyp.
Diese in eintägigen Einführungen vermittelten Kenntnisse werden dann im Unterricht in verschiedenen Zusammenhängen immer wieder geübt, um dieses Wissen zu selbstverständlichem Handwerkszeug für unsere Schülerinnen und Schüler werden zu lassen.
In der Klasse 6 führen wir dann (in der Regel im zweiten Halbjahr) einen Kurs durch, in dem eine systematische Einführung in die Nutzung des PCs gegeben wird, um die z.T. vorhandenen Grundkenntnisse zu aktualisieren und somit für den kommenden Unterricht auch in der Mittelstufe nutzen zu können.
Mit dem Schuljahr 2005 /06 trat der erste Jahrgang, der nach acht Jahren bei uns das Abitur machen wird, in unser Gymnasium ein. Dies bedeutet eine Erhöhung der Stundenzahl sowohl in der Jahrgangsstufe 5 als auch der Jahrgangsstufe 6: Wir haben entschieden, dass von den in der Sekundarstufe I zur Verfügung stehenden zusätzlichen Stunden in der Erprobungsstufe die Hauptfächer profitieren sollen, sodass es jeweils eine Stunde mehr als das vorgesehene Minimum in Englisch, Deutsch und Mathematik in der Klasse 5 oder 6 geben wird.
Dazu kommen Förderangebote in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch, die im zweiten Halbjahr der Klasse 5 (also nach der Eingewöhnungsphase) und im ersten Halbjahr der Klasse 6 angeboten werden.
In der sechsten Klasse startet bereits die zweite Fremdsprache: Hier können die Schülerinnen und Schüler wählen, ob sie Französisch oder Latein lernen wollen. Der Klassenverband, der im ersten Jahr bei uns gewachsen ist, bleibt dabei erhalten; die Schülerinnen und Schüler gehen lediglich während dieses Unterrichts in der zweiten Fremdsprache in verschiedene Lerngruppen.
Eine Förderung der Schülerinnen und Schüler sehen wir auch durch den Einsatz erfahrener Lehrkräfte in der Erprobungsstufe gegeben. Außerdem erfolgt der Lehrereinsatz so, dass eine Lehrkraft möglichst beide Klassen unterrichtet, sodass sie den gesamten Jahrgang im Blick hat und diesen gleichmäßig voran bringen kann. Spezieller Förderbedarf wird so klassenübergreifend sichtbar und ein intensiver Gedankenaustausch über die gesamte Jahrgangsstufe zwischen den verschiedenen Lehrkräften ermöglicht eine gute Abstimmung über den Lernstand der Schülerinnen und Schüler.
Bewegung tut Not: Schwimm-, Sport- und Bewegungsangebote in der Erprobungsstufe
Ein fester Bestandteil unserer Erprobungsstufe ist der Schwimmunterricht: er findet in der Klasse 5 jeweils ein Halbjahr lang statt, sodass jedes Kind, das unser Gymnasium besucht, sich nach Ablauf dieser Zeit sicher im Wasser bewegen kann. Etliche Kinder erwerben auch entsprechende Schwimmabzeichen.
Da der Sportunterricht in der Erprobungsstufe mindestens dreistündig (jeweils 60 Minuten-Stunden) erteilt wird, ist auch immer noch Zeit, in der Sporthalle oder auf dem Sportplatz Unterricht zu erteilen. Wir wollen so die Bewegungsfreude der Kinder stärken und helfen möglichen Haltungsschäden durch überlanges Sitzen entgegen zu wirken.
Diesem Ziel dient auch das Pausenangebot: Neben dem freien Spielen in den Pausen, ist die Tischtennisplatte, die wir mit Hilfe unseres Fördervereins für den Schulhof anschaffen konnten, gerade für jüngere Schülerinnen und Schüler ein attraktives Angebot sich zu bewegen. Auf unserem neu gestalteten Schulhof stehen jetzt weitere Spielgeräte zur Verfügung, die ganz unterschiedliche Formen von Bewegung, Spiel und Sport ermöglichen, z.B. der Basketballkorb und das Volleyballnetz, so ist für eine aktive Pausengestaltung gesorgt.
Freizeit gemeinsam gestalten: AG-Angebote für unsere jüngsten Schülerinnen und Schüler
Etliche AG-Angebote bieten unseren Schülern insgesamt die Möglichkeit auch Zeit nach dem Unterricht im schulischen Raum zu verbringen. Einige AGs sind dabei besonders für die Erprobungsstufenschüler geeignet. Dies sind zur Zeit im sportlichen Bereich:
- die Fußball-AG
- die Basketball-AG
- die Hip-Hop-AG
- die Kampfsport-AG
- die Tischtennis-AG
- sowie die Golf-AG, wenn genügend Interesse besteht.
Im kreativen Bereich werden folgende Angebote gemacht:
- die "junge Band" und
- ein Chor für jüngere Schuleri/innen.
Dazu kommen wechselnde Angebote, u.a. im PC-Bereich.Diese AG-Angebote können sich immer wieder ändern, je nachdem, was von den Schülern nachgefragt wird bzw. wo wir Angebote organisieren können. Alle AG-Angebote können kostenlos genutzt werden.

Unsere „Leseratten“ in der Bibliothek
4. Besondere fachliche und pädagogische Schwerpunkte in der Mittelstufe
Die Mittelstufe knüpft an die erlernten fachlichen und sozialen Kompetenzen der Erprobungsstufe an und erweitert diese. Das Ziel ist es, am Ende der Klasse 9 die Schüler und Schülerinnen mit bestmöglichen fachlichen und methodischen Kenntnissen und sozialen Fähigkeiten in die Oberstufe übergehen zu lassen.
Um dies zu erreichen, gibt es verschiedene feste Aktivitäten, an den Unterricht gebundene Programme und Angebote:
Schulung methodischer Fähigkeiten:
Anknüpfend an das „Lernen lernen“ – Programm der Erprobungsstufe werden ab der Klasse 7 zentrale Kompetenzen weiter entwickelt und in den einzelnen Fächergruppen schwerpunktmäßig trainiert, so z.B. textanalytische Verfahren im Deutschunterricht, das Vorbereiten von Referaten, die dafür notwendige Recherche und die Präsentation der Ergebnisse schwerpunktmäßig in den gesellschaftswissenschaftlichen und naturwissen-schaftlichen Fächern.
Die Argumentationsfähigkeit der Schüler und Schülerinnen wird trainiert. Dies geschieht neben dem Unterricht regelmäßig im Rahmen der Teilnahme am Wettbewerb „Jugend debattiert“.
Darüber hinaus stellt die Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit einen wichtigen Baustein zur Vorbereitung auf die Oberstufe, aber auch auf die Zeit nach der Schulausbildung für den Beruf oder den Besuch der Universität dar.
Offene Unterrichtsformen (Projektunterricht, Freiarbeit, Stationenlernen) werden in ver-schiedenen Fächern eingebaut, um die Selbstständigkeit der Schüler und ihre Verantwortung für Lernprozesse zu erweitern.
Erweiterung sozialer Fähigkeiten:
Die oben genannte Argumentations- und Kommunikationsfähigkeit sind auch wichtige Voraussetzungen für ein soziales Umgehen miteinander. Dazu müssen aber auch Prozesse angestoßen werden, die die bewusste Reflexion des eigenen Verhaltens und des Umgangs mit Anderen anstoßen. Soziales Miteinander wird daneben auch bewusst bei der Beschäftigung mit entsprechenden Fragen im Deutsch-, Politik- oder Englisch-Unterricht reflektiert.
Auch die Besinnungstage am Ende der Mittelstufe tragen zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Handeln bei.
Sozialpraktikum
Ab 2010 wird am Städtischen Gymnasium Bad Driburg ein einwöchiges Sozialpraktikum (Woche vor Pfingsten) in der Jahrgangsstufe 9 durchgeführt. Ziel dieser außerschulischen Aktivitäten unserer Schüler in sozialen Einrichtungen wie Seniorenwohnheimen, integrativen Gruppen, Pflegediensten ist es, dass die Jugendlichen in einen Dialog mit hilfsbedürftigen Menschen und ihren Betreuern treten sollen. Die Auseinandersetzung mit der Lebenssituation Bedürftiger geschieht hier nicht theoretisch, sondern wird erlebt. Hemmschwellen und Ängste können abgebaut, Empathie und Toleranz gefördert werden. Die Wertschätzung des hilfsbedürftigen Menschen und auch die Wertschätzung der Leistung der Betreuer steht im Vordergrund. In diesem Sinne steht das Sozialpraktikum in der Tradition der „compassion“; nicht beschränkt auf bloßes Mitleid im Sinne eines reinen Gefühls, sondern darüber hinaus mit einer aktiven bis hin sogar politischen Komponente.
Ein solches Praktikum bedarf intensiver Vor- und Nachbereitung. Es ist primär an die Fächer Religion und Praktische Philosophie angebunden. Das betont noch einmal die ethisch-soziale Ausrichtung des Praktikums. Eine fächerübergreifende Vorbereitung (z.B. mit Geschichte, Deutsch, Sprachen) und Nachbereitung (z.B. Kunst, Musik) ist wünschenswert.
Durch die Reflexion im Klassen- oder Kursverband, durch Erfahrungsberichte sollen die Erlebnisse verarbeitet und für andere fruchtbar gemacht werden. Während des Praktikums werden die Schüler in der Regel einmal von einem Fachlehrer besucht. Wichtig ist es, die Schüler nicht zu überfordern. Die meisten unserer Schüler leben in eher begünstigten Verhältnissen. Sie sollen behutsam an die Erfahrung herangeführt werden, dass viele Menschen auch in der näheren Umgebung aus unterschiedlichsten Gründen nicht über dieselben Vorteile verfügen. Schockierende Erlebnisse sind unbedingt zu vermeiden.
Denkbare Tätigkeiten sind daher z.B.
- die zeitweilige Übernahme der Rolle des Erziehers/der Erzieherin in einem Kindergarten,
- die Förderung eines Kindes mit Sprachschwierigkeiten in der Grundschule,
- die Unterstützung eines Förderschülers,
- die Mitarbeit in integrativ arbeitenden Betrieben, z.B. einer Gärtnerei,
- die Begegnung mit älteren Menschen, z.B. auch Einführung in die Bedienung eines Computers. Diese Bereiche sind geeignet, die Schüler positiv in ihrer Bereitschaft zu stärken, Verantwortung für die Welt zu übernehmen.
Zeitlich steht das Sozialpraktikum am Beginn einer intensiven Berufsorientierungsphase. Es ist aber bewusst nicht primär der Berufsorientierung zugeordnet, sondern soll die Schüler zu Reflexionen über das eigene Leben und das Leben anderer Menschen und zu Verantwortungsbereitschaft anregen und erziehen."
Ab der Klasse 8 werden unsere Schüler mit Aspekten der Arbeitswelt konfrontiert: dies geschieht vor allem im Politik- als auch im Deutschunterricht. Der „girl’s-day / boy’s-day“ ermöglicht ab Klasse 8 einen ersten direkten Einblick in das Berufsleben. In der Klasse 10 steht dann die Auseinandersetzung mit der eigenen Berufswahl auf dem Stundenplan des Faches Politik; theoretisch und durch einen Besuch im Berufsbildungszentrum werden hier den Schülern Bausteine für eigene Entscheidungen angeboten.
Darüber gibt es eine Zusammenarbeit mit der Firma
Phoenix-Contact aus Blomberg (eine der größten Firmen in OWL, die verbindungselektronische Bauteile herstellen). So bekommen die Schülerinnen und Schüler direkte Informationen zu den Anforderungen von Firmen an junge Leute und gewinnen Einblick in Ausbildungsberufe. Nach entsprechender Vorbereitung des Formulierens von Lebenslauf und Bewerbung im Deutschunterricht kommen Firmenvertreter in unsere Schule um ein authentisches Bewerbungstraining durchzuführen.
Kontakte innerhalb der Klasse verstärken, Kontakte außerhalb des eigenen Lebens-kreises knüpfen: Das Fahrtenprogramm in der Mittelstufe
In der Klasse 8 und 9 stehen internationale Begegnungen im Vordergrund (s. dazu das Kapitel „interkulturelles Lernen“). Für diejenigen unserer Schülerinnen und Schüler, die nicht an einem der angebotenen Schüleraustauschprogramme teilnehmen möchten oder können, bieten wir (zeitgleich zu den Fahrten nach Frankreich und Polen) in der Klasse 9 die Teilnahme an einer kürzeren kulturhistorischen Fahrt an. Diese wird die Schülerinnen und Schüler für zwei bis drei Tage an kulturhistorisch ergiebige Orte führen. Diese Fahrten werden entsprechend mit der Gruppe vor- und nachbereitet.
Außerdem gibt es in den Mittelstufenklassen noch die Möglichkeit pro Halbjahr einen Wandertag durchzuführen. In den Klassen, in denen Fahrten oder internationale Begeg-nungen vorgesehen sind, wird die Zahl der Wandertage in Absprache mit den Eltern reduziert.
An den Unterricht fachlich gebundene Exkursionen werden von Fall zu Fall in allen Klassen durchgeführt; hier wird jetzt in Zusammenarbeit zwischen den Lehrern und Eltern für unsere Schule eine Richtlinie für diese Exkursionen entwickelt, um die Kosten auch in diesem Bereich für die Eltern überschaubar zu halten.
Teilnahme an Wettbewerben
Wettbewerbe schaffen Anreize sich bewusst mit einem Thema auseinander zu setzen und mit anderen zu vergleichen. Sie ermöglichen anschauliche Einblicke in verschiedene Zusammenhänge. Ein anderes methodisches Herangehen an die vorgegebenen Fragestellungen macht Unterricht interessant erlebbar.
So greifen wir in verschiedenen Fächern die Angebote, sich an einem Wettbewerb zu beteiligen, auf. Das geschah bisher in den Fächern Chemie, Deutsch und Politik. Ob wir eine Klasse oder auch einzelne Schüler oder Schülergruppen an einem Wettbewerb teilnehmen lassen, hängt davon ab, ob sich das angebotene Thema in den Unterricht einfügen lässt und die Klasse für das entsprechende Thema und die z.T. recht offene Arbeitsform zu gewinnen ist. In letzter Zeit haben wir u.a. an einem Literaturwettbewerb, am Wettbewerb „Jugend debattiert“ (s.o.), an der Deutscholympiade der Klassen 9, an einer Chemieaufgabe, an Wahlsimulationen und Aufgaben aus dem Wettbewerb zur politischen Bildung teilgenommen und z.T. auch Preise gewonnen. Auch in Zukunft wollen wir an Wettbewerbsangeboten teilnehmen, wenn sie unseren Unterricht sinnvoll ergänzen.
Sprachen lernen - naturwissenschaftliche Kenntnisse vertiefen:
Als erste Fremdsprache lernen bei uns alle Kinder Englisch, wobei an den Anfangs-unterricht aus der Grundschule methodisch und didaktisch angeknüpft wird.
Mit Eintritt in die Klasse 6 beginnt das Erlernen der zweiten Fremdsprache. Die Schülerinnen und Schüler können dabei zwischen Latein und Französisch wählen. Trotz dieser Wahlmöglichkeiten bleibt der ursprüngliche Klassenverband erhalten, werden also Freundschaften nicht auseinander gerissen, sondern die beiden Sprachangebote liegen parallel. Dies bedeutet, dass der eine Schüler Französisch lernt, während sich sein Klassenkamerad zur gleichen Zeit mit Latein beschäftigt.
In der Klasse 8 gibt es die Möglichkeit als dritte Fremdsprache zusätzlich Spanisch zu wählen. In dieser Stufe wird als weitere sprachliche Wahlmöglichkeit angeboten, Englisch gekoppelt mit einer Gesellschaftswissenschaft bilingual zu lernen und so Sprachkompetenzen zu vertiefen.
Diejenigen Schüler und Schülerinnen, die ihre Schwerpunktkompetenzen im naturwissenschaftlichen Bereich sehen, wählen in der Klasse 8 - die Kombination Biologie und Informatik. Hier werden im Bereich Biologie Vertiefungsangebote gemacht, während das Fach Informatik neu ist. In der Koppelung dieser beiden Fächer geht es auch um praktische Anwendungsmöglichkeiten des Faches Informatik, z.B. indem Auswertungstabellen oder Graphiken für Biologieuntersuchungen erstellt werden.

Die Klasse 10 im neuen Chemieraum
Fremdsprachlicher Kompetenznachweis in internationalen Prüfungen (Englisch:
Cambridge-Zertifikat; Französisch:
DELF und
DALF; Spanisch)
Allen sprachlich besonders interessierten Schülern bieten wir die Möglichkeit in Englisch, Französisch oder Spanisch an externen, offiziellen Sprachprüfungen mit internationaler Anerkennung teilzunehmen. Diese Prüfungen sind standardisierte und in der ganzen Welt anerkannte, staatliche Sprachdiplome, die die sprachliche Kompetenz in einem bestimmten Niveau in den Fremdsprachen attestieren, da sie dem „Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen (GeR)“ angepasst sind.
Es gibt Sprachprüfungen zu jeder der Niveaustufen des GER: A1, A2 (allgemeine Sprachverwendung), B1, B2 (selbstständige Sprachverwendung), C1, C2 (kompetente Sprachverwendung). Mit dem Niveau B2 ist man i.d.R. vom Sprachtest für ein Hochschulstudium im Ausland befreit. Auch für eine erfolgreiche Bewerbung in der nationalen und internationalen Berufswelt sind diese Diplome der anerkannte Sprachkompetenznachweis.
Am Städtischen Gymnasium werden die Schüler natürlich im Fremdsprachenunterricht, allerdings auch in bestimmten Förderstunden gezielt auf diese Prüfungen vorbereitet.
Begonnen werden kann bereits in der Erprobungsstufe mit dem ersten Niveau (A1) in Englisch. In der Mittelstufe können die mittleren Niveaus A2 und B1 abgelegt werden, in der Oberstufe werden dann B1 und B2 erreicht.
In den Förderstunden wird mit besonderem Material auf die Prüfungsaufgaben hingearbeitet und die Prüfungssituation simuliert. So vorbereitet bestehen jedes Jahr etliche Schüler unserer Schule diese Sprachprüfungen mit Erfolg!
Pädagogisches Miteinander: Schüler, Eltern, Lehrer
Die Mittelstufe umfasst einen besonderen Abschnitt im Entwicklungsprozess der Schüler, der durch die Pubertät und den Selbstfindungsprozess der Jugendlichen gekennzeichnet ist. Es ist uns ein sehr wichtiges Anliegen, dass Schule für unsere Schüler mehr ist als ein Ort des gemeinsamen Lernens, sondern auch Halt und Heimat, die Orientierung geben.
Zum Eintritt in die Mittelstufe und vor dem Übergang in die Oberstufe bietet der Mittelstufenkoordinator einen Gesprächsabend für alle Eltern an, an dem allgemeine und auch spezielle Probleme oder Schwierigkeiten dieses Entwicklungsabschnitts ihrer Kinder erörtert werden können. Wir als Schule möchten damit signalisieren, dass wir gerne aktiv den häuslichen Erziehungsprozess begleiten und Hilfestellung leisten wollen.
Verzahnung von Schule und Freizeit: Angebote im Bereich von Musik und Sport
Bereits in der Erprobungsstufe bestehende Angebote werden hier fortgesetzt: Es gibt die Möglichkeit (weiter) im Chor zu singen oder in einem Orchester, nämlich in der „jungen Band“ zu spielen.
Im sportlichen Bereich gibt es die Möglichkeit weiter an den schon aus der Erprobungsstufe bekannten Sport-AGs teilzunehmen.
Aber auch im Schulsport werden Möglichkeiten geschaffen, sich sportlich weiter-zuentwickeln. Hier sollen die Freude an der Bewegung vermittelt und auch bewusst gesundheitsförderliche Aspekte des Sports angesprochen werden.
Sport sollte aus unserer Sicht auch über die Unterrichtszeit hinaus ein wichtiger Aspekt für eine sinnvolle Freizeitgestaltung sein.
Rechtskunde – AG in der Klasse 10
Am Beginn der 10. Klasse haben die Schüler die Möglichkeit an einer von einem Juristen durchgeführten Rechtskunde – AG teilzunehmen. Drei Monate lang werden die Schüler in Grundbegriffe und Probleme des Rechts eingeführt. Am Ende steht dann ein Besuch von Gerichtsverhandlungen am Amtsgericht Brakel.
Schulsanitätsdienst
Eine besondere Bereicherung im Bereich des sozialen Lernens stellt der von unserer Schulsekretärin Frau Pape geleitete Schulsanitätsdienst dar. Sie organisiert gekonnt die Ausbildung und Arbeit der teilnehmenden Schüler.
Historie:
Gründung im September 2005
Anmeldung beim Deutschen Roten Kreuz Höxter
Das DRK sorgt für Ausbildung und stellt das benötigte Material zur Verfügung
Mitglieder sind über das Jugendrotkreuz (JRK) versichert
Ausbildung:
Bei Eintritt kompletter Erste – Hilfe – Kurs von 8 Doppelstunden durch Ausbilder des DRK nach der Ausbildungsverordnung des Deutschen Roten Kreuzes
Im 2-jährigen Abstand Auffrischungskurs
Einmal pro Woche Übungsstunde
Mitglieder können an allen Ausbildungsveranstaltungen des Jugendrotkreuzes teilnehmen. Dazu gehört als Voraussetzung für alle Weiterbildungen das „OWE“ = OrientierungsWochenEnde. In 2008 und 2009 haben 90% der SSD´ler das OWE besucht.
Beim „RND – Kurs“ (Realistische Notfall Darstellung) lernt man Verletzungen zu schminken und darzustellen.
Ab dem 17. Lebensjahr besteht außerdem die Möglichkeit, sich beim DRK in einem 80-stündigen Kurs zum Sanitätshelfer ausbilden zu lassen.
Aufgaben:
Betreuung und Versorgung von Verletzten während der Schulzeit
Dienst während der Pausen im Sanitätsraum
Sanitätsdienst bei Sport- und Schulveranstaltungen
Unterstützung des Blutspendeteams bei Blutspendeveranstaltungen in der Schule und im Ortsverein des DRK.
Voraussetzungen:
Mindestalter: 14 Jahre
Schüler/-in der 8. Klasse
Verpflichtung für 2 Jahre
Veranstaltungen:
Die Schulsanitäter dürfen an allen Veranstaltungen des JRK teilnehmen. Dazu gehören z.B. Zeltlager, Ausflüge und Feiern.
Wettbewerbe:
Der Schulsanitätsdienst ist bei allen Wettbewerben des Jugendrotkreuzes teilnahmeberechtigt. Bisherige Teilnahmen und Platzierungen:
August 2006: Schulsanitätsdiensttag in Münster Platz 3 (von 20)
September 2006: Bezirkswettbewerb des JRK in Detmold Platz 3 (von 14)+ Fairnesspokal
August 2007: SSD- Tag in Münster Platz 3 (von 21)
September 2007: Bezirkswettbewerb des JRK in Bünde Platz 2 (von 13)
Mai 2008: Landeswettbewerb des JRK in Meschede Platz 3 (von 12)
August 2008: SSD – Tag in Münster Platz 5 (von 25)
September 2008: Bezirkswettbewerb des JRK in Bielefeld Plätze 3+4 (von 13)+ Fairnesspokal
September 2009: SSD-Tag in Münster Platz 1
Bezirkswettbewerb des JRK in Höxter Platz 2 und Fairnesspokal
Mitglieder:
Zurzeit 20 aktive Mitglieder von Klasse 8 bis Jgst. 13.
Unser Schulsanitätsdienst
5. Besondere fachliche und pädagogische Schwerpunkte in der Oberstufe
Grundlage des fachlichen und pädagogischen Wirkens in der Oberstufe ist es, allen Schülerinnen und Schülern des Städtischen Gymnasiums durch Förderung und Forderung eine bestmögliche fachliche Ausbildung unter besonderer Berücksichtigung der sozialen und individuellen Dimension zuteil werden zu lassen. Die Entwicklung der individuellen Identität der Schülerinnen und Schüler sowie die wissenschaftspropädeutische Grundbildung durch kognitives und emotionales Lernen im Sinne unseres Schulmottos „Im Anderen das Ich erkennen“ steht im Zentrum aller Bemühungen, um eine fundierte Vorbereitung jedes Einzelnen auf die Berufs- und Studienwelt sowie die urteilsfähige Teilnahme an der Gesellschaft zu gewährleisten. Erziehung und Unterricht sollen somit gemäß des Auftrags der gymnasialen Oberstufe zwei Ziele realisieren:
- die Hinführung zu wissenschaftspropädeutischem Arbeiten
- die Ermöglichung zur Selbstverwirklichung in sozialer Verantwortung.
Der Erwerb von Kommunikationsfähigkeit, Ich-Stärke und Toleranz ist dabei Zielsetzung aller Fächer. Sach-, Methoden-, Medien-, Sprach- und Sozialkompetenz und Teamfähigkeit sollen in Lehr- und Lernsituationen erweitert werden, was in fächerübergreifenden Unterrichtszielen seinen Ausdruck findet.
Um diese fachlichen und pädagogischen Ziele an unserer Schule zu erreichen, gilt es günstige Rahmenbedingungen für fachliches, soziales und eigenverantwortliches Lernen im Unterricht und Schulumfeld zu schaffen sowie für ein positives allgemeines Schulklima zu sorgen.
Für die Jahrgangsstufen der Oberstufe haben wir daher besondere schulinterne Konzepte entwickelt und Vereinbarungen getroffen, die das fachspezifische Lernen ergänzen und sich an den Ansprüchen und Anforderungen von Schülern, Eltern und Gesellschaft an unsere Schule orientieren.
Konkret bedeutet das:
Fachliche Schwerpunkte: Individuelle und breite Förderung
Um die individuellen Stärken unserer Schüler weiterzuentwickeln und zur Geltung kommen zu lassen, bieten wir ein möglichst breites Kurswahlangebot an. Dies geschieht zum Teil in der Zusammenarbeit mit unseren Nachbargymnasien. So können die vielfältigen Interessen der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt werden.
Schülerinnen und Schülern, die in der Jahrgangsstufe 11 (G9) einen besonderen Förderbedarf in den Hauptfächern haben, wird ermöglicht an Kursen teilzunehmen, in denen eine Stunde pro Woche zusätzlich erteilt wird, um die in diesen Fächern aufgetretenen Defizite vor Eintritt in die Qualifikationsphase besser aufarbeiten zu können. Diese Kurse sind auch in besonderer Weise für Schülerinnen und Schüler geeignet, die von der Haupt- oder Realschule in die Jahrgangsstufe 11 unserer Schule wechseln.
Integration neuer Medien in den Lernprozess
In der von den Oberstufenschülern selbst verwalteten Oberstufenbibliothek wurden neben den Literaturangeboten vernetzte Computerarbeitsplätze eingerichtet, um den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 11-13 (G8: Kl. 10-12) während der Freistunden ein eigenverantwortliches, computergestütztes Lernen zu ermöglichen.
Mit dem Ziel, jeder Schülerin und jedem Schüler während des Unterrichts im Computerraum den eigenen Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen, sind nach Neuanschaffungen nun genügend leistungsfähige Rechner im pädagogischen Netzwerk eingebunden. Deren Einsatzmöglichkeiten werden in vielen Unterrichtsfächern genutzt.
Beratung und Berufsorientierung: zur Vorbereitung auf das Studium oder die Arbeitswelt
Durch mehrere Informationsveranstaltungen mit Eltern und Schülern über die rechtlichen Vorgaben und Möglichkeiten der Laufbahnentscheidungen, durch individuelle Gespräche und systematische Beratung mit dem Jahrgangsstufenleiter und dem Oberstufenkoordinator bereits ab Klasse 10 (G8: ab Kl. 9) bis zum Abitur und durch theoretische und praktische Auseinandersetzungen mit Berufsbildern geben wir den Schülerinnen und Schülern eine Möglichkeit der Orientierung und der Perspektivengewinnung.
Dazu werden in allen drei Jahrgangsstufen im Hinblick auf die Berufsorientierung die Informationstage von verschiedenen Universitäten genutzt (z.B. Paderborn, Münster, Göttingen), die gemeinsam besucht werden oder Universitäten erhalten die Möglichkeit eine Informationsveranstaltung in der Schule zu machen. So wird ein Einblick in die Studienwelt ermöglicht.
In der Jahrgangsstufe 11 (G8: Jg. 10) findet im 2. Halbjahr ein zweiwöchiges Berufspraktikum statt. Alle Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs bemühen sich selbstständig um die Stellen, werden jedoch von Fachlehrern der Stufe individuell betreut und unterstützt.
In der Jahrgangsstufe 12 (G8: Jg. 11) wird allen Schülerinnen und Schüler das Angebot gemacht, an einem externen, ganztägigen Bewerbungstraining teilzunehmen, um bereits zu diesem Zeitpunkt die Vorstellung von den Anforderungen in Betrieben, Unternehmen und auch von Universitäten und Fachhochschulen weiter zu entwickeln.
Darüber hinaus werden regelmäßig Berufsberatungstermine des BIZ für Oberstufenschüler/innen in der Schule angeboten.
Im renovierten Oberstufenraum
Besondere Aktivitäten mit fachlichem und pädagogischem Schwerpunkt
Zu Beginn der Jahrgangsstufe 12 (G9; G8: Jahrgangsstufe 11) findet eine 7- bis 8-tägige Studienfahrt in der Regel in ein Land des näheren europäischen Auslands (z.B. Frankreich, Spanien, Ungarn) statt. Die Schülerinnen und Schüler gestalten dabei das Programm aktiv durch das Vorbereiten und Halten von Referaten zu besonderen geographischen, historischen, künstlerischen, politischen und kulturellen Aspekten der Region mit und dokumentieren die Fahrt nach der Rückkehr bei einem Themenabend vor den Eltern.
Die Begegnung und Auseinandersetzung mit den Besonderheiten der fremden Region tragen in besonderer Weise zur Reflexion mit der eigenen Lebenswelt bei und stehen daher in unmittelbarem Zusammenhang mit unserem Schulmotto „Im Anderen das Ich erkennen“.
In der Oberstufe werden Besinnungstage durchgeführt: Ab 2010 liegen diese bereits im September zu Beginn der Jahrgangsstufe 10 / 11. Sie dienen dazu, den Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit zu bieten, über existenzielle Fragestellungen, Glaubensstandpunkte und zukünftige Lebensgestaltungskonzepte zu reflektieren und sich auszutauschen und die Gruppenzusammengehörigkeit zu fördern.
Oberstufenschüler werden motiviert, freiwillige Arbeitsgemeinschaften anzubieten und zu leiten. So werden Ressourcen genutzt und Schüler aktiv in die Gestaltung von Schule miteinbezogen, was weiterhin der schulischen Atmosphäre zugute kommt und das Wir-Gefühl stärkt.
Im Rahmen des Projektes „Schüler helfen Schülern“ erteilen Oberstufenschüler durch die Vermittlung durch den Verbindungslehrer jüngeren Schülern Nachhilfe gegen ein geringes Entgeld.
Zudem sind zuverlässige und verantwortungsbewusste Oberstufenschüler im Rahmen der Nachmittagsbetreuung in der Hausaufgabenbetreuung aktiv.
Alljährlich nehmen Schülerinnen und Schüler in der Oberstufe in der Jahrgangsstufe 11 (G8: Jg. 10) am Bundeswettbewerb „Jugend debattiert“ teil. In im Unterricht und auf Schulebene durchgeführten Qualifikationsrunden werden sie geschult, sich in kurzer Zeit zu einem bestimmten Thema eine fundierte Meinung zu bilden und diese argumentativ geschickt vorzutragen. Jüngst erzielte Erfolge auf Landes- und Bundesebene zeigen, dass unsere Schüler durch ihre fachlichen und methodischen Kompetenzen zu überzeugen wussten.
Die neue „Doppeljahrgangsstufe“ – eine organisatorische und pädagogische Herausforderung
Die Besonderheit zum Schuljahr 2010/11 ist, dass zwei Jahrgänge gemeinsam in die gymnasiale Oberstufe übertreten: der letzte Jahrgang mit neunjähriger und der erste Jahrgang mit achtjähriger gymnasialer Schulzeit. Die Oberstufe besteht dann aus einer Einführungsphase (G8: Jg. 10 bzw. G9: Jg. 11) und der Qualifikationsphase I u. II (G8: Jg. 11 – 12 bzw. G9: Jg. 12 – 13).
Die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe erwerben die Schüler/innen des G8 Jahrgangs mit der Versetzung am Ende der Klasse 9, wobei sie zu dem Zeitpunkt aber noch nicht die „Mittlere Reife“ (Fachoberschulreife) haben. Diese erhalten sie erst mit der Versetzung in die Qualifikationsphase I, also mit dem Zeugnis am Ende der Klasse 10.
Die Schüler/innen des G9 Jahrgangs dagegen erhalten ihre Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe am Ende der Klasse 10 mit der Versetzung in die Jg. 11. Sie haben damit gleichzeitig die „Mittleren Reife“ .
In der Einführungsphase erfolgt der Unterricht in den Kernfächern (Deutsch, Mathematik und fortgeführte Fremdsprache) nach Bildungsgängen getrennt. Dies soll die Angleichung möglicher Leistungsunterschiede zwischen dem G8-und dem G9 Jahrgang ermöglichen. Hierzu richtet die Schule zusätzlich für den G8 Jahrgang zweistündige Vertiefungsfächer im Kernbereich (Deutsch, Mathematik, fortgeführte Fremdsprachen) ein, die einerseits Raum für Wiederholung und Vorbereitung auf die Anforderungen der Qualifikationsphase bieten und andererseits ggf. dem notwendigen fachlichen und methodischen Angleichungsbedarf an den G9 Jahrgang entsprechen.
Für den G9 Jahrgang werden so genannte Angleichungskurse angeboten, die vor allem für die Schüler/innen gedacht sind, die mit dem Qualifikationsvermerk aus der Hauptschule oder Realschule in die gymnasiale Oberstufe wechseln. Hier ist das Ziel, sie in der Einführungsphase vor allem methodisch an die Anforderungen des Gymnasiums heranzuführen und sie gleichzeitig auch auf die der Qualifikationsphase vorzubereiten. Dieses Angebot gilt auch für schwache Schüler/innen der 10. Klassen des Gymnasiums.
Diesen für die Einführungsphase beschriebenen organisatorischen Vorgaben und den damit verbundenen Zielsetzungen begegnet die Schule durch eine verstärkte Zusammenarbeit der Fachkollegen und Fachkolleginnen in den Fachschaften der Kernfächer. Diese sprechen sich über die Fachcurricula des regulären Unterrichts in G8 und G9 ab, damit am Ende der Einführungsphase beide Bildungsgänge auf einem gleichen Level sind und in der Qualifikationsphase beruhigt zusammengeführt werden können. Auch für die Vertiefungsfächer bzw. Angleichungskurse wird in den Fachschaften ein entsprechendes Unterrichtsprogramm abgesprochen.
Eine pädagogische Herausforderung wird bei der Zusammenführung der beiden Jahrgänge in der Qualifikationsphase sicherlich auch der unterschiedliche altersmäßige Entwicklungsstand der Schüler/innen und Schüler sein. Hier gilt es genau zu beobachten und ggf. durch die Fachlehrer/innen auf diese Heterogenität in der Lerngruppe methodisch-didaktisch zu reagieren.
Neben der Bewältigung der organisatorischen und pädagogisch-didaktischen Herausforderungen hat die Schule aber auch den Anspruch in vielerlei Hinsicht beratend tätig zu werden.
Dafür werden für die kommende Doppeljahrgangsstufe zwei Jahrgangsleiterteams mit jeweils 2 Lehrer/innen eingesetzt, die die Schüler/innen sowie ihre Eltern in Informationsveranstaltungen und in persönlichen Gesprächen über die einzelnen Regelungen des jeweiligen Bildungsganges informieren, aber auch hinsichtlich einer sinnvollen und optimalen individuellen Schullaufbahn beraten, bei Entscheidungen der Fächerwahl helfen und die Schüler/innen bis zum Abschluss der Abiturprüfung auch menschlich begleiten.
So werden Schülerinnen und Schülern des G9 Jahrgangs, die in die Jg. 12 versetzt werden und vorher aus eigener Entscheidung oder auf Rat der Jahrgangsleiter die Schule verlassen wollen, z.B. darauf hingewiesen, dass ihnen letztmalig bereits am Ende der Einführungsphase (Jg. 11) der schulische Teil der Fachhochschulreife bescheinigt werden kann, der aber nur in einigen Bundesländern anerkannt wird.
Für den G8 und G9 Jahrgang gilt, dass bei entsprechenden Leistungen am Ende der Qualifikationsphase I der schulische Teil der Fachhochschulreife erworben wird, wenn mit den Schülerinnen und Schülern gemeinsam festgestellt wird, dass es sinnvoll sein könnte die Schule vor dem Abitur zu verlassen.
Gehen wir aber davon aus, dass die Schüler/innen der „Doppeljahrgangsstufe“ im Sommer 2013 nach gemeinsamer Qualifikationsphase und erfolgreicher Abiturprüfung die Schule verlassen werden, so werden sie vor der Herausforderung stehen, dass sich eine deutlich höhere Schülerzahl auf Ausbildungs- und Studienplätze bewerben wird.
Die für Schule und Hochschule zuständigen Ministerien aller Bundesländer sind sich sehr wohl der besonderen Verantwortung für diesen Schülerjahrgang bewusst und haben vielfältige Maßnahmen eingeleitet.
Wir hoffen, dass unsere Schule auf die oben beschriebene Art und Weise dazu beitragen kann, dass unsere Schüler/innen gut vorbereitet, schulisch kompetenzorientiert ausgebildet und menschlich gestärkt beruhigt diesem Zeitpunkt entgegensehen können.
Fahrten des Doppeljahrgangs
Einführungsphase:
Jg. 10/Jg. 11:
zu Beginn des 1. Halbjahres des Schuljahres finden 3-tägige Besinnungstage statt.
Im 2. Halbjahr findet nach den Osterferien ein zweiwöchiges Betriebspraktikum statt.
Es gibt einen Studientag (Universitätsbesuch in Paderborn) sowie einen Wandertag im 2. Halbjahr.
Qualifikationsphase:
Jg. 11/12:
es wird eine 7-8-tägige Studienfahrt ins europäische Ausland durchgeführt,
die in vielfältiger Weise an Unterrichtsinhalte anknüpft.
Zusätzlich gibt es einen Universitätsbesuch (Göttingen oder Münster).
Jg. 12/13: Ein Universitätsbesuch wird fakultativ angeboten.
6. Betreuung nach Unterrichtsschluss
Etliche Schüler und Schülerinnen kennen bereits aus ihrer Grundschulzeit eine Betreuung auch nach Unterrichtsschluss. Und etliche Eltern haben sich mittlerweile darauf eingestellt, dass ihre Kinder von der Schule bis in den frühen Nachmittag hinein betreut werden. Familie und Berufstätigkeiten sind so gut zu verbinden.
An diesen Erwartungen anknüpfend bietet das Städtische Gymnasium Bad Driburg eine Betreuung der jüngeren Schüler und Schülerinnen montags bis freitags bis 15.25 Uhr (manchmal bis 16,25 Uhr bei entsprechender wahl der AGs), wenn dieses von den Eltern gewünscht wird.Das Städtische Gymnasium versteht sich als Schule mit „flexiblem Ganztagsangebot“.
In dieser Zeit wird ein recht abwechslungsreiches Betreuungsprogramm geboten:
Es gibt die Möglichkeit an der Hausaufgabenbetreuung teilzunehmen. Hier wird in Kleinstgruppen von 3 bis 5 Schülern die Erledigung der Hausaufgaben ermöglicht. Die Schüler und Schülerinnen können während dieser Zeit Fragen stellen, sich Sachverhalte erklären und die fertigen Hausaufgaben nachsehen lassen. Für diese qualifizierte Hausauf-gabenbetreuung wird ein Betrag von 10,-€ pro Monat erhoben, halbjährlich also 60,-€.
Der Raum der Hausaufgabenbetreuung
Parallel zu der Hauaufgabenbetreuung werden Arbeitsgemeinschaften angeboten. Diese werden von Lehrkräften oder älteren Schülern geleitet. Die Teilnahme an den AGs ist kostenlos.
Alle Angebote sind in das Zeitraster der Unterrichtsstunden am Nachmittag eingefügt. Dies bedeutet, dass die Schüler und Schülerinnen entsprechend ihren Interessen entscheiden können, welches Angebot sie wahrnehmen wollen. So ist es z.B. möglich zunächst die Hausaufgaben zu erledigen und dann in eine AG zu wechseln oder umgekehrt. Selbstverständlich ist es auch möglich nur an der Hausaufgabenbetreuung, die um 15.25 Uhr endet, teilzunehmen oder sich nur für einzelne AG-Angebote zu entscheiden.
Dies bedeutet, dass die Eltern, die Ihr Kind für eine volle Betreuung an den genannten vier Nachmittagen angemeldet haben, sich darauf verlassen können, dass ihr Kind bis 15.25 Uhr sicher versorgt ist - und dabei auch noch unter fachkundiger Aufsicht die Hausaufgaben erledigt oder zusammen mit anderen Schülern Spaß in einer Arbeitsgemeinschaft hat. Die Arbeitsgemeinschaftsangebote variieren von Schuljahr zu Schuljahr etwas. Zur Zeit ist es möglich an folgenden AGs teilzunehmen:
Fußball, Basketball, Theater, Tischtennis, Hip-Hop, Golf (in den Sommermonaten), eine „Junge Band“ und je ein Chor für jüngere und ältere Schüler/innen.
Damit dieses Nachmittagsprogramm nicht mit knurrendem Magen in Angriff genommen werden muss, bietet die Schule ein warmes Mittagessen in unserer Mensa an: Seit dem Frühjahr 2006 hat unsere Schule eine neue Mensa im Erdgeschoss unseres Schulgebäudes eingerichtet. Mütter unserer Schüler/innen und externe Frauen kümmern sich dort um die Kinder und die Essensausgabe und sorgen für eine harmonische Atmosphäre. Für zzt. 3,- Euro pro Mahlzeit (Stand 2010) bieten wir ein von der Lebenshilfe in Ottbergen geliefertes Mittagessen, zu dem auch immer ein kleiner Nachtisch gehört.
Dieses Angebot kann jeder Schüler unserer Schule nutzen. Im Krankheitsfall ist eine Abmeldung bis 8.30 Uhr morgens möglich, sodass dann auch keine Kosten entstehen.
Kinder in der Mittagsbetreuung | |
Spiel und Spaß in den Pausen | |
7. Fahrtenprogramm
Diese Übersicht dient der Orientierung und Systematisierung der Fahrten und Exkursionen, die am Städtischen Gymnasium in den einzelnen Jahrgangsstufen durchgeführt werden.
Sie ist das Ergebnis eingehender und einvernehmlicher Diskussionen zwischen Schülern, Eltern und Lehrern, wobei versucht wurde allen Interessen und Ansprüchen bestmöglich gerecht zu werden.
Klasse 5: | Im ersten Halbjahr finden die 3-tägigen Schuleingangstage in Tagungsstätten in der näheren Driburger Umgebung statt. |
Klasse 6: | In jedem Halbjahr kann ein Wandertag durchgeführt werden. |
Klasse 7: | In jedem Halbjahr kann ein Wandertag durchgeführt werden. Unterrichtsgänge können in Abstimmung mit den Klassenlehrern und der Klassenpflegschaft durchgeführt werden. |
Klassen 8/9: |
in diesen Jahrgangsstufen sollen internationale Begegnungen im Sinne unseres Schulmottos durchgeführt werden. Es werden ein einwöchiger Frankreich- und Polen-Austausch angeboten. Im zweiten Halbjahr der Klasse 8 sind unsere Schüler Gastgeber für die gleichaltrigen polnischen und französischen Schüler. Der Gegenbesuch findet zu Beginn des ersten Halbjahres der Klasse 9 statt. Eine weitere Fahrt mit kulturhistorischem Schwerpunkt soll allen übrigen Schülern eine mehrtägige Exkursion ermöglichen. So nehmen alle Schüler der 9. Klasse an einer der drei Fahrten teil. In jedem übrigen Halbjahr kann ein Wandertag durchgeführt werden. Unterrichtsgänge können in Abstimmung mit den Klassenlehrern und der Klassenpflegschaft durchgeführt werden |
Schüleraustausch mit Marquion | |
Klasse 10: | In einem der Halbjahre finden 3-tägige Besinnungstage statt. Zum Ende der 10. Klasse findet eine 2-3-tägige Abschlussfahrt unter dem Aspekt "Gemeinschaft erleben" statt. |
Jgst. 11: | Im Januar findet ein zweiwöchiges Betriebspraktikum statt. Es gibt einen Studientag (Universitätsbesuch in Paderborn) sowie einen Wandertag im 2. Halbjahr. |
Jgst. 12: | Es wird eine 7-8-tägige Studienfahrt ins europäische Ausland durchgeführt, die in vielfältiger Weise an Unterrichtsinhalte anknüpft. Zusätzlich gibt es einen Universitätsbesuch (Göttingen oder Münster) sowie einen Wandertag im 2. Halbjahr. |
Studienfahrt an die Côte d’Azur | |
Jgst. 13: | Es finden am Ende des 1. Halbjahres 3-tägige Besinnungstage statt. Ein Universitätsbesuch wird fakultativ angeboten. |
8. Beratung am Städtischen Gymnasium
Beratung in ihren vielfältigen Formen - besonders das „Sich- mit- Anderen -Beraten“ im Sinne unseres Schulmottos – hat am Städtischen Gymnasium Bad Driburg eine lange Tradition und wird als wichtiger Bestandteil des Schulalltags verstanden, der sich in beständiger Entwicklung befinden muss, da sich die Bedingungen für das Zusammenarbeiten von Schülern, Eltern, Lehrern und anderen Personengruppen an Schule kontinuierlich verändern. Somit sind mit Bezug auf das im Folgenden skizzierte Beratungskonzept dessen Offenheit für Veränderung und sein Prozesscharakter hervorzuheben. Es kann sich sinnvoll nur aus einem schulinternen Diskussions- und Einigungsprozess entwickeln. Dabei ist zu betonen, dass die Schulgemeinschaft gemeinsam bzw. die verschie-denen Schulgremien, nicht aber Einzelne über das Beratungskonzept befinden und dessen Effektivität beständig überprüft werden muss. Daher ist dieses Konzept eine Art Schlussfol-gerung aus der Beratungspraxis an unserer Schule anzusehen und stellt eine momentane Bestandsaufnahme dar.
Das Städtische Gymnasium ist eine Schule, an der nicht nur Wissen vermittelt wird, sondern auch ein Ort an dem die Schülerinnen und Schüler besonders bei der Entwicklung ihres Sozialverhaltens und ihrer Einstellungen sowie bei ihrer Identitätsfindung gefördert werden. Daher bezieht sich das Beratungskonzept zum einen auf die Kernarbeit jeder gymnasialen Ausbildung, der Vorbereitung auf höher- bzw. hochqualifizierte Tätigkeiten und die dafür notwendigen universitären oder betrieblichen Ausbildungsgänge. Hier greift vor allem unsere Berufswahlvorbereitung, an die allgemeine Beratung im Einzelfall anknüpft.
Zum anderen berücksichtigt das vorliegende Konzept, dass alle an Schule beteiligten Personen sich aktiv mit Konflikten und Krisen, die das Leben in einer Schulgemeinschaft mit sich bringt, auseinandersetzen müssen um ein sinnvolles, produktives und harmonisches gemeinsames Leben und Lernen zu ermöglichen. Da Lösungen für Probleme und Konflikte besonders durch Kommunikation und Kooperation, d.h. mit besonderem Respekt vor der Position des jeweils Anderen sowie mit der Bereitschaft zum Kompromiss entwickelt werden, kommt dem Aspekt der Beratung im Schulleben sowohl verstanden als Prozess des „Beraten-Werdens“ wie auch des „Sich- Beratens“ besondere Bedeutung zu.
Dabei ist klar, dass Beratung zum Tätigkeitsbereich jeder Lehrerin und jedes Lehrers gehört. Sie erfolgt sowohl in Hinblick auf die Beratung von Schülern und Erziehungsberechtigten als auch durch die Beratung mit Kolleginnen und Kollegen sowie außerschulischen Partnern. Dies geschieht beispielsweise bei Fragen zu den verschiedenen Schullaufbahnen und Abschlüssen des Gymnasiums, bei Fragen zu unterschiedlichen Arten von Lernschwierigkeiten, Verhaltensauffälligkeiten und Kommunikationsstörungen sowie im Zusammenhang mit Informations-, Präventions-, Interventions- und Fördermaßnahmen in verschiedenen Bereichen. So dient Beratung der Verbesserung der Gestaltung der Lern- und Kommunikationsprozesse und somit der positiven Veränderung des gemeinsamen Lernens und Lebens an der Schule.
Schulleitung, Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer in der Erprobungs-, Unter- und Mittelstufe sowie die Jahrgangsstufenleiterinnen und –leiter in der Oberstufe haben hierbei spezifische Beratungsaufgaben, die einerseits durch gesetzliche Vorgaben, andererseits an anderen Stellen des Schulprogramms festgelegt sind.
Um die weiteren vielfältigen und komplexen Beratungsprozesse effektiver zu gestalten haben am Städtischen Gymnasium verschiedene Lehrerinnen und Lehrer allein bzw. gemeinsam mit Kollegen und/oder Schülern, Eltern und „außerschulischen“ Personen spezielle Beratungsaufgaben übernommen. Im Folgenden werden wesentliche Bereiche genannt, in denen am Städtischen Gymnasium Beratung stattfindet.
Am Städtischen Gymnasium erfolgt Beratung von Schülerinnen und Schülern und Eltern mit Blick auf Schullaufbahn und Ausbildung, Erziehungs- und Lernhilfen sowie bei Konflikten
bezogen auf Förderung der allgemeinen Lernfähigkeiten (vgl. Programm „Lernen Lernen“) sowie der Förderung eines kommunikativen, friedlichen sozialen Miteinanders in den jeweiligen Lerngruppen (z.B. Schuleingangstage in Klasse 5; Lions-Quest-Programm; Klassenausflüge und Studienfahrten)
bezogen auf gezielte Förderung von speziellen Fertigkeiten im Gruppenverband in verschiedenen AGs (z.B. Lese- und Rechtschreibförderung, Weiterentwicklung sportlicher, musisch-künstlerischer und kreativer Fähigkeiten)
durch Förderung in Kleingruppen bei speziellen Lernproblemen (z.B. Hausaufgabenbetreuung; Programm „Schüler helfen Schülern“; Förderunterricht in Jahrgangsstufe 11 sowohl für Schüler, die von anderen Schulformen an das Gymnasium gewechselt sind als auch für unsere Schüler, die diese zusätzliche Förderung benötigen)
in Veranstaltungen für Elterngruppen bezogen auf spezifische Maßnahmen zur Unterstützung ihrer Kinder (z.B. Elterninformationsabend zum „Lernen lernen“ – Programm)
in Einzelgesprächen bei Lernproblemen (z.B. Klassenlehrersprechtage in der Erprobungsstufe)
durch den SV-Lehrer in Einzel- bzw. Gruppengesprächen z.B. bei Konflikten zwischen Schülern und Lehrern sowie bezogen auf die Förderung der aktiven Mitwirkung der Schülerinnen und Schüler am Schulleben (z.B. Organisation von Projekttagen, Informations- und Unterhaltungsveranstaltungen)
bezogen auf grundsätzliche Fragen der Identitätsfindung und Persönlichkeitsentwicklung (z.B.: in den Fächern Religion und Praktische Philosophie, auf den Besinnungstagen in den Jahrgangsstufen 10 und 13 )
bezogen auf Fragen der Gesundheitsförderung (z.B. Projekttage zum Thema „Gesunde Ernährung“)
im Bereich Sexualerziehung und Aidsprävention (z.B. im Biologieunterricht, in Veranstaltungen für Schüler und/oder Eltern in Zusammenarbeit mit dem Beratungszentrum Brakel)
im Bereich Suchtprävention speziell in der Mittelstufe durch Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit außerschulischen Einrichtungen
durch Gruppenveranstaltungen im Bereich Verkehrserziehung besonders in der Unterstufe (z.B. Verkehrserziehungstag in Zusammenarbeit mit Polizei und ADAC)
durch berufsorientierende Maßnahmen in der Mittelstufe (z.B.: „Girl’s und Boy’s - Day“; Betriebsbesichtigungen; Berufsorientierungsmappe in den Klassen 8 bis 10 im Fach Politik, Vorbereitung und Organisation von Besuchen bei externe Berufsberatungsinstitutionen; Möglichkeit der Teilnahme an einem externen Bewerbungstraining)
durch das Berufspraktikum in der Jahrgangsstufe 11, vorbereitet bzw. begleitet in den Jahrgangsstufen 10 und 11 im Unterricht der Fächer Politik bzw. Sozialwissenschaften und Deutsch)
Exkursionen zu Universitäten z. B. in Paderborn, Göttingen und Münster zu Veranstaltungen, in denen die Schüler Einblicke in die Anforderungen des Studiums gewinnen können.
Der Beratungslehrer unterstützt die Kolleginnen und Kollegen bei der Organisation, Koordinierung, Evaluation und Weiterentwicklung ihrer speziellen Tätigkeiten und stellt zusätzliche Beratungsangebote zu Verfügung, wenn diese von der Schulgemeinschaft gewünscht werden. Seinerseits bietet er ergänzende Beratungsmöglichkeiten für Schüler, Eltern und Kollegen an. Dies betrifft z.B. die Bereiche:
Einzelberatung bei Lern- und Verhaltensproblemen sowie persönlichen Problemen und Konflikten
Bereitstellung von Informationen über bzw. des Herstellens von Kontakten zu außerschulischen Bildungs- und Beratungseinrichtungen
Begleitung bei schwierigen Gesprächen zwischen Mitgliedern der Schulgemeinschaft
Mitgestaltung von Elternabenden und/oder Vorträgen bzw. anderen Veranstaltungen zu von Teilen der Schulgemeinschaft gewünschten Themen
Einrichtung von Arbeitsgruppen zu wichtigen Problempunkten, z.B. Mobbingprävention
Einrichtung einer kollegialen Fallberatungsgruppe, in der je nach Bedarfslage Konflikte und Probleme des Lehreralltags aus anderer Perspektive betrachtet und in einem gemeinsamen strukturierten Gespräch mit Kollegen Lösungsansätze erkennbar werden.

Kollegialer „Plausch“ im neugestalteten Foyer
9.Evaluation
Um eine stete Rückmeldung über die Entwicklung unserer Schule sowie die Qualität unserer Bildungs- und Erziehungsarbeit zu bekommen, ist eine regelmäßige Evaluation des Standes der Entwicklung und der Ergebnisse bei den unterschiedlichen, daran beteiligten Gruppen wichtig. Nur so kann über die Reflexion des Erreichten eine zielgerichtete Weiterentwicklung der schulischen Arbeit stattfinden.
Natürlich stehen die Schulleitung und das Kollegium im engen Dialog mit der Eltern- und Schülerschaft und informieren sich fortlaufend über die Wahrnehmung der Gestaltung des Schullebens in und außerhalb des Unterrichts. Dieser Austausch geschieht an unserer kleinen Schule häufig und intensiv.
Am Städtischen Gymnasium haben wir zwei unterschiedliche Formen der Evaluation gewählt um die Schulentwicklung voranzutreiben: die interne und die externe.
1. Interne Evaluation
Um die Partizipation aller am Schulleben Beteiligten zu ermöglichen, werden am Städtischen Gymnasium in regelmäßigen Abständen sowohl Schüler als auch Eltern mittels detaillierter Fragebögen zu bestimmten Aspekten des Schullebens befragt. Auf der Grundlage der Auswertung der Befragungsergebnisse werden zukünftige Entwicklungsziele abgeleitet, Strategien und Handlungskonzepte für Entwicklung erarbeitet. Zudem kann auf Probleme gezielt reagiert werden.
Innerhalb des Evaluationsprozess werden am Städtischen Gymnasium i.d.R. alle Gruppen, d.h. Schüler, Eltern und Lehrer bei der Erarbeitung des Fragenkatalogs und der anschließenden Auswertung der Antworten aktiv eingebunden.
Die Erfahrung früher Befragungen machte deutlich, dass die Operationalisierbarkeit der Fragen dabei in besonderer Weise zu berücksichtigen ist, um aus den Antworten konkrete Handlungskonzepte und Arbeitspläne ableiten zu können. Eine Reduktion auf ausgewählte Aspekte ist deshalb notwendig.
Das Grafstat-Programm hat sich zur Auswertung der Ergebnisse besonders bewährt, da durch die zahlreichen Möglichkeiten der grafischen Darstellungen der Ergebnisse in Diagrammform eine prägnante Visualisierung ermöglicht wird.
Schon vor geraumer Zeit begann der Evaluationsprozess am Städtischen Gymnasium mit der Etablierung einer schulweiten Befragung der Schüler (Schülerfeedbackbogen) mit den Schwerpunkten zu allgemeinen pädagogischen Fragen, zum Klassenklima, zum Unterricht und zu Gewalt an der Schule. So konnten auf der Grundlage der erhaltenen Ergebnisse in der Diskussion im Kollegium und in der Schulkonferenz gezielte Fortbildungsmaßnahmen initiiert und durchgeführt werden. Dies geschah z.B. im Schuljahr 2004/2005, als das Kollegium - sensibilisiert durch die Befragungsergebnisse zum Thema „Gewalt an unserer Schule“ - eine schulinterne Lehrerfortbildung unter der Leitung von Vertretern der Kreispolizeibehörde Höxter und der Erziehungsberatungsstelle durchführte. Die Schärfung des Bewusstseins zur Verhütung von Gewalt war dann ein Thema, das in vielfältiger Weise von den Klassenlehrern in ihren Klassen erörtert wurde und Gegenstand in einem vom Vertrauenslehrer geleiteten, eintägigen Klassensprecherseminar war.
Auch das Lions-Quest-Programm, das seit dem Jahr 2005 soziales Lernen in der Erprobungsstufe verankert, knüpft hier an und soll präventiv wirken.
Die im Schuljahr 2006 durchgeführte schulweite Befragung zu den Themen:
der Einfluss der durchgeführten Umbaumaßnahmen auf das allgemeine Klima an der Schule und
die Einschätzung der Unterrichtsqualität am Städtischen Gymnasium.
brachte vielfältige Erkenntnisse.
Zu 1: Der „neue Look“ der Schule nach den Renovierungsarbeiten kam allgemein sehr gut bei der Schüler- und Elternschaft an. Das neue Mobiliar in den Klassenräumen, die hellen Räume und Flure, die neue Mensa sowie die neu gestaltete Fassade des Gebäudes wurden allenthalben sehr positiv gewürdigt und tragen auch dazu bei, dass sich unsere Schülerinnen und Schüler am Städtischen Gymnasium Bad Driburg wohlfühlen.

In der neuen Bibliothek
In der Umfrage wurde allerdings auch deutlich, dass sich unsere Schüler auch noch eine Neugestaltung des Schulhofs mit einem verbesserten Spielangebot wünschten.
In Abstimmung mit Schülervertretern des SV, der Schulleitung und Vertretern des Schulträgers der Stadt Bad Driburg wurde daher ein Schulhofgestaltungskonzept erarbeitet, dessen Realisierung etappenweise vorgenommen wurde bzw. noch wird.
Befragungen zum Entwurf der Schulhofgestaltung
Im Jahr 2009 wurde daher eine Befragung der Schüler zum neuen Erscheinungsbild des Schulhofs durchgeführt. Die Ergebnisse der Umfrage sprechen für den Erfolg der Gestaltungsmaßnahmen:
Der Mehrheit der Schüler gefällt der neue Schulhof gut, da die neu geschaffenen Spielmöglichkeiten an der Tischtennisplatte, auf dem Volleyballfeld, auf dem Basketballfeld, am Klettergerüst und im „grünen Klassenzimmer“ attraktive Möglichkeiten für eine aktive Pausengestaltung bieten und daher gerne und häufig angenommen werden.
Dies gilt vor allem für die Schüler der Klassenstufen 5-7.
Ältere Schüler benötigen offenbar während den Pausen nicht so viele Bewegungsangebote, sondern Möglichkeiten zusammenzusitzen und sich zu unterhalten. Daher ist für sie die Anschaffung von Bänken wichtig gewesen.
Laut der Umfrage wünschen sich unsere Schüler für die Zukunft noch mehr Sitzmöglichkeiten auf dem Schulhof, eine weiter Tischtennisplatte sowie ein Klettergerüst und einen zweiten Basketballkorb.
Das Volleyballfeld auf dem Schulhof
Auf dem neuen Basketballfeld | Im grünen Klassenzimmer |
Externe Evaluation durch das Institut für Schulentwicklung (IFS)
Seit dem Frühjahr 2009 ist das Städtische Gymnasium eine von 50 Schulen in NRW, die an einer Studie des IFS der TU Dortmund und der Universität Bielefeld zur Weiterentwicklung von Schul-, Bildungs- und Unterrichtsqualität teilnimmt.
Diese Studie mit Namen PARS (Panel Study in the Research School in North Rhine-Westfalia) soll helfen, die komplexen Prozesse von Bildung, Erziehung, Lernen und Kompetenzerwerb in den Schulen vernetzt zu betrachten.
Zu diesem Zweck erhalten Schülergruppen unterschiedlicher Jahrgangsstufen Testaufgaben aus den Bereichen Lesen, Mathematik, Naturwissenschaften und Computerwissen. Darüber hinaus wird mittles Schülerfragen erhoben, unter welchen Bedingungen die Kinder leben und lernen. Unter anderem werden in den Fragebögen (unter Wahrung des Datenschutzes) Auskünfte zu folgenden Themen ermittelt:
Merkmale des Unterrichts und des Schullebens („Schulklima“)
Soziodemografischer und soziokultureller Hintergrund
Freizeitinteressen und –aktivitäten
Persönliche Ziele
Die Teilnahme der Schüler an PARS ist freiwillig und setzt das Einverständnis der Eltern voraus.
Die Befragungen finden im jährlichen Rhythmus statt. Neben Schülern werden auch Eltern, Lehrkräfte und die Schulleitung befragt.
PARS - Ziel und Nutzen für unsere Schule?
Die Ergebnisse der PARS-Studie spiegeln die Wirksamkeit von Unterrichts- und Erziehungskonzeptionen wider.
Unsere Teilnahme an diesem innovativen Forschungskonzept wird uns ermöglichen aus den Ergebnissen organisatorische und pädagogische Leitziele und Strategien für die zukünftige Schul- und Unterrichtsentwicklung abzuleiten.
















