Sommerurlaub auf den Azoren planen

Ein Sommerurlaub auf den Azoren eignet sich zum Wandern und Schwimmen in natürlichen Badebecken. Auch Ausflüge aufs Meer bieten sich an. Von Juni bis September gibt es häufiger längere trockene Abschnitte und warme Tage. Wolken und Regen gehören trotzdem zum Sommerwetter.

Auf São Miguel liegen die durchschnittlichen Tageshöchsttemperaturen von Juni bis August im niedrigen bis mittleren Zwanzigerbereich. Das ist angenehm für Ausflüge, doch sonnige Badetage sind nicht garantiert. Planen Sie flexibel und nehmen Sie eine leichte Regenjacke mit.

Temperaturen und Regen

Die Azoren liegen mitten im Atlantik. Deshalb sind die Sommer mild und extreme Hitze ist selten. Die Klimanormalwerte der portugiesischen Wetterbehörde für die Station Ponta Delgada auf São Miguel geben einen konkreten Anhaltspunkt:

Monat Mittlere Temperatur Mittlere Tageshöchsttemperatur Regentage mit mindestens 1 mm
Juni 19,6 °C 22,4 °C 6,6
Juli 21,8 °C 24,7 °C 4,8
August 23,0 °C 26,0 °C 6,5

Die Werte stammen aus der Klimaperiode 1991 bis 2020 und gelten für Ponta Delgada, nicht für alle neun Inseln. Juli war in dieser Reihe der trockenste Sommermonat; August der wärmste. Auch dann gab es im Monatsmittel mehrere Tage mit messbarem Regen. Das sind langfristige Durchschnittswerte, keine Vorhersage für Ihren Urlaub.

Packen Sie Kleidung für verschiedene Bedingungen ein. Für warme Stunden eignet sich leichte Kleidung; auf Wanderwegen brauchen Sie festes Schuhwerk. Nehmen Sie außerdem eine dünne Schicht mit, die vor Wind und Regen schützt. In höheren Lagen kann es sich anders anfühlen als an der Küste. Prüfen Sie jeden Morgen die Wettervorhersage und legen Sie anspruchsvolle Wanderungen möglichst auf klare Tage.

Welche Azoreninsel passt?

Das Wetter unterscheidet sich innerhalb des Archipels. Die Klimaklassifikation der portugiesischen Wetterbehörde beschreibt die östliche Inselgruppe als mild mit trockenerem Sommer, die zentralen und westlichen Gruppen als stärker ozeanisch und feucht. Auch die Höhenlage und die örtliche Lage verändern die Bedingungen.

Die Messwerte von São Miguel gelten daher nicht automatisch auch für Terceira, Pico oder Flores. Wenn Sie mehrere Inseln besuchen, planen Sie nicht jeden Tag mit demselben Wetter. Ein klarer Vormittag kann sich für einen Aussichtspunkt eignen, während eine Wolkendecke in höheren Lagen die Sicht einschränkt.

Wandern und Vulkanlandschaften

Der Sommer bietet gute Bedingungen, um Seen, Kraterlandschaften und Küstenwege zu erkunden. Die offiziellen Angaben zu Wanderwegen auf São Miguel nennen leichte Routen von etwa 5 bis 7,7 Kilometern. Für diese Strecken sind rund zwei Stunden Gehzeit angesetzt. Daneben gibt es mittelschwere Wege für längere Ausflüge.

Wählen Sie die Strecke nach Wetter und Kondition. Bei tief hängenden Wolken wählen Sie eine Wanderung in niedrigerer Lage oder besuchen Sie einen Ort, an dem die Aussicht nicht im Mittelpunkt steht. So bleibt der Tag auch dann sinnvoll, wenn ein bekannter Aussichtspunkt im Nebel liegt.

Baden und Tauchen

Im Sommer ist das Meer wärmer als in den übrigen Jahreszeiten. Die Angaben für den Archipel unterscheiden sich je nach Quelle und Ort: Örtlich werden Spitzenwerte von 24 bis 25 °C genannt, deshalb lässt sich daraus keine einzelne Badetemperatur für alle Inseln und Küsten ableiten.

Natürliche Pools und geschützte Küstenbereiche eignen sich für Badepausen. Achten Sie vor Ort auf Hinweise zu Wellen, Strömung und Zugängen, denn die Bedingungen unterscheiden sich von Badeplatz zu Badeplatz. Von Juni bis September ist die Tauchsaison besonders geeignet. Für August bis September beziehungsweise Oktober werden häufig gute Sichtweiten beschrieben, teils über 30 Meter. Die tatsächliche Sicht hängt jedoch vom Tauchplatz und den Bedingungen am jeweiligen Tag ab.

Wale und Delfine beobachten

Im Sommer werden bestimmte Arten häufiger beobachtet, darunter gefleckte Delfine, Pottwale, Seiwale und Bartenwale. Sichtungen lassen sich trotzdem nicht versprechen. Arten kommen zu unterschiedlichen Zeiten vor; Blauwale werden beispielsweise besonders häufig im Spätwinter beobachtet.

Eine Ausfahrt dauert typischerweise etwa drei Stunden und hängt vom Wetter und Seegang ab. Anbieter sagen Fahrten bei ungünstigen Bedingungen ab. Legen Sie die Tour deshalb möglichst nicht auf den letzten Urlaubstag und halten Sie eine Alternative an Land bereit. Dafür eignen sich ein Museum oder Informationszentrum; auch ein Aussichtspunkt kommt infrage.

Reisezeit und Inselwechsel

Juli und August sind die nachfragestärksten Monate. Im Sommer kommen deutlich mehr Fluggäste an als im Winter. Eine Auswertung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung weist für 2023 im Sommer mehr als zweieinhalbmal so viele Passagierankünfte aus wie im Winter. Sie sagen aber nicht aus, ob jede Unterkunft oder jeder Mietwagen teurer ist.

Wenn Sie in der Hochsaison reisen, buchen Sie Unterkunft und Mietwagen frühzeitig, sobald Ihre Reisedaten feststehen. Prüfen Sie auch die Fährverbindungen für Ihre konkrete Route: Bestimmte saisonale Linien verkehren überwiegend von Juni bis September, während regelmäßige Verbindungen teilweise auf die Inseln des sogenannten Dreiecks beschränkt sind. Fahrpläne und Verbindungen unterscheiden sich je nach Strecke.