Wozu verwendet man Magnesiumnitrat?

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Es gibt Elemente und chemische Verbindungen, die weniger bekannt sind und selten genutzt sind. Andere wiederum sind in Handwerk und industrieller Fertigung unverzichtbar. Das gilt für Magnesiumnitrat, das als Dünger und in der Keramikindustrie Verwendung findet.

Wie entsteht das Salz der Salpetersäure?

Chemisch betrachtet, handelt es sich dabei um das Magnesiumsalz der Salpetersäure. Die zählt zu den so genannten Mineralsäuren, deren Salze Nitrate heißen.
Salz- und Schwefelsäure, teils auch die Phosphorsäure, gelten ebenfalls als Mineralsäure. In alten Lehrbüchern wurden sogar sämtliche Säuren, deren Salze in Mineralien vorkommen, so genannt.

Industriell genutzt:

Neben seinem natürlichen Vorkommen, wird Magnesiumnitrat gezielt hergestellt und in Chemie und Agrarindustrie (Düngemittelmischungen) genutzt. Andererseits gilt Magnesiumnitrat als ein Salz, das die Bausubstanz schädigt – die chemische Verbindung hat damit zwei „Gesichter“!

Weitere Eigenschaften von Magnesiumnitrat:

Magnesiumnitrat gilt zudem als hygroskopisch, kann also Feuchtigkeit und Wasserdampf aus der Umgebung binden. Im Umgang mit Magnesiumnitrat ist aber Vorsicht geboten, da schwere Augen- und Hautreizungen drohen.
Für den Umgang werden daher nicht nur Schutzhandschuhe, sondern auch Gesichtsmaske samt Augenschutz und Schutzkleidung empfohlen.
Generell gilt Magnesiumnitrat, obwohl es uns, entsprechend verdünnt und aufbereitet, auch als kosmetischer Inhaltsstoff begegnet, als (potentielles) Kontaktallergen. Das Magnesiumsalz der Salpetersäure ist somit wichtig, aber nicht ganz ungefährlich.

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